Dissoziation (Spaltung) , wie wir Stress unter Kontrolle halten (2)

Die Basis der Informationsverarbeitung des Menschen sind Fokussierung der Aufmerksamkeit und Dissoziation in einem engen Zusammenspiel. Sie organisieren den Datenfluss zwischen dem bewussten Verstand und dem Unbewussten (Unterbewusstsein). Zur Kommunikation gehören Ignorieren, Vergessen, Verdrängen stressauslösender Situationen und Eindrücke oder das Fragmentieren und Abspalten von Handlungsabläufen und Persönlichkeitsanteilen. Diese Mechanismen halten das Bewusstsein frei zur Lebensbewältigung und zur Konzentration auf Alltagsabläufe. Dissoziation schützt unser Bewusstsein vor Reizüberflutung und vor unverträglichem Stress (Disstress).

Alles was von außen an Informationen einhergeht und was von innen an Erfahrungen gespeichert wurde, wird einer Zensur unterworfen – es wird bewertet, ob es in das aktuelle Weltbild hinein passt. Was nicht integrierbar erscheint, wird dem Bewusstesein vorenthalten. Erfahrungen, die ungehindert und mit starken negativen Affekten beladen ins Bewusstsein gelangen, erzeugen hohen Stress. Sofern sie nicht anderweitig “verharmlost” werden können, werden sie abgespalten – ins Unbewusste. Daraufhin werden Zugänge und Rückwege dorthin blockiert. Das ist der Grund, warum reden allein über ein Problem meistens nichts nützt.

 

 

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