Hypnose – universell einsetzbar …

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Hypnotherapie

Wer sich unvoreingenommen mit der seriösen Hypnose beschäftigt, stellt fest, dass Hypnose, auch mit anderen Therapieverfahren, fast universell einsetzbar ist. Zu dieser Erkenntnis gelangten schon lange die moderne Medizin, Zahnmedizin und Psychotherapie. Trance und Suggestionen zählen zu den ältesten Heilmethoden in allen Kulturen. Selbst Körperfunktionen verändern sich unter Hypnose. Bei der medizinischen Hypnose macht man sich einen Bewusstseinszustand zunutze, der sich vom Alltagsbewusstsein und vom Schlaf unterscheidet. Er ist weder unnatürlich noch künstlich, denn er tritt bei jedem Menschen ab und zu spontan auf (spannende Filme, Zugreisen, Autofahrten). Der Klient kann diesen Zustand beschreiben oder an körperlichen Zuständen fest machen. Er fühlt sich tief entspannt und empfindet sich z. B. losgelöst von der Umgebung. Er nimmt seine Gefühle, Erinnerungen, Zukunftsvorstellungen und Bilder, intensiver, lebendiger und auch realer wahr als im Wachzustand. Seine Aufmerksamkeit richtet sich auf diese Innenwelt oder auf die Stimme des Beraters/Therapeuten. Störende Reize und/oder Schmerzen können ausgeblendet werden. Der Körper wird als leichter oder schwerer empfunden. Logik und Zeit zählen nicht mehr. Das Denken erfolgt assoziativ, die Grenzen zwischen Realität und Fantasie werden durchlässiger. Es können neue Gefühle oder Verhalten auf innerer Bühne getestet werden. Bei der Hypnose verändern sich die Körperfunktionen. So lässt z. B. der Muskeltonus nach, das Herz verringert den Pulsschlag und die Atmung wird ruhiger. Konzentrationen von Leukozyten und anderer Immunparameter steigen mit entsprechenden Suggestionen an und die Stresshormone sinken.  Hirnareale werden aktiv, die für Aufmerksamkeitssteuerung und mentale Entspannung im Gehirn zuständig sind.

EEG-Untersuchungen haben gezeigt, dass die Thetawellen oder Alphawellen zunehmen, welche auch im Zustand von Meditation und Entspannung zu beobachten sind. Das sind alles biologische und wissenschaftliche Belege, dass Hypnose mehr ist als Scharlatanerie, ein Placeboeffekt oder gar eine Einbildung. In der Hypnose werden Bewusstseinsinhalte zugänglich, die sonst blockiert oder verdrängt sind (z. B. Traumata). Das eröffnet dem Behandler viele Möglichkeiten, mittels direkter oder indirekter Suggestion die Aufmerksamkeit des Patienten auf übersehene oder nicht bekannte Ressourcen oder auf Blockaden und deren Bewältigungsmöglichkeiten zu lenken, und diese intensiv wieder erleben zu lassen, um sie in die Biographie zu integrieren. Dadurch können schwierige Situationen und Symptome gelöst werden. Oder man kann dem Klienten suggerieren, sich körperliche Vorgänge vorzustellen und damit seine Selbstheilungskräfte zu entwickeln. Als Beispiel wird bei einer Organheilung so gearbeitet, dass der Patient sich intensiv ausmalen soll, wie seine Immunabwehr einen Tumor oder die Viren zerstört. Die Therapien durch Hypnose, werden auch als „Hypnotherapie“, „Hypnosetherapie“, „klinische Hypnose“, „zahnärztliche Hypnose“ oder “medizinische Hypnose” benannt.

Die Hypnose zielt darauf ab, die natürlichen Fähigkeiten und Kompetenzen (die jeder Mensch hat, um seine Probleme selber zu lösen) des Klienten zur Gestaltung und Beeinflussung seelischer und körperlicher Vorgänge aktiv zu nutzen. Hypnotherapie eignet sich zur Behandlung von vielen Symptomen und unterschiedlichen Erkrankungen. In der Medizin wird sie eingesetzt zur OP-Vorsorge, Anästhesie, Schmerztherapie und Nachsorge sowie zur Geburtsvorbereitung. Weitere Symptome sind Tinnitus, Arthritis, Autoimmunkrankheiten (z. B. Rheuma), Allergien, Asthma, Blutdruckerkrankungen, Panikattacken, Ängste, Tumorerkrankungen, Migräne, Herpes, Neurodermitis, Reizdarm und Warzen.

Hypnotherapie ist sehr dafür geeignet, die Immunabwehr und Wundheilung zu unterstützen und zu beschleunigen.

Im psychischen und psychosomatischen Umfeld hilft die Hypnotherapie bei Depressionen, Ängsten, Zwängen, Traumata, sexuellen Störungen, Kontakt- und Beziehungsstörungen, Schlafstörungen, Süchten, psychogenen Schmerzen, Essstörungen sowie Aufmerksamkeits- und Verhaltensstörungen.

Beim Zahnarzt wird Hypnotherapie zur Reduktion von postoperativen Reaktionen, zur allgemeinen Angstreduktion, zur Anästhesie und bei Spritzenphobie schon lange eingesetzt. Die neuesten Forschungen weisen darauf hin, dass die Behandlungsmöglichkeiten durch Hypnotherapie noch längst nicht alle entdeckt wurden. Hypnotherapie hat sich also mittlerweile einen festen Platz in Medizin und Psychotherapie erobert. Auch wenn die Einsatzmöglichkeiten von Hypnotherapie fast grenzenlos erscheinen, gibt es Einschränkungen. Die Hypnotherapie ist erfolgreich, wenn der Klient mitarbeitet, eine Veränderung will und eine Vertrauensbasis zum Behandler gegeben ist. Ein erfahrener, guter Hypnotherapeut geht verantwortlich mit seinen Patienten um und stärkt ihre Selbstständigkeit und orientiert sich an ihren Bedürfnissen – er legt Wert darauf, dass dem Klient das Gefühl der Selbstbestimmung bleibt.

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