Anwendungsbereiche

Veröffentlicht am von

Medizinische Hypnose

kann bei folgenden Erkrankungen oder Symptomen eingesetzt werden? (Indikationen)

Da immer seelische (wenn keine medizinischen Diagnosen vorliegen), unbewusste Ursachen (Anteile) eine Rolle spielen, kann die Hypnose nahezu universell eingesetzt werden. Die Bereiche, in denen die Hypnose häufig angewendet wird, sind demzufolge sehr breit gefächert. An dieser Stelle sollen jene Smptome stichwortartig aufgeführt werden, in denen sie am häufigsten eingesetzt wird:

Anästhesie, ADHS, Ängste, auffälliges Verhalten, Abnehmen, Asthma, chronische Schmerzen (Depression), Burnout, Brustvergrößerung, Bluthochdruck, Dermatitis, Depression, Darmbeschwerden, Bulimie, Magersucht (Missbrauch?), Essattacken, Gewichtsverlust, Hörsturz, Krebs, Neurosen, Nägelkauen-reißen, Panikattacken, Raucherentwöhnung, Rückführungen, Reizdarm, Reizmagen, Rheuma, Schmerzstörung, Selbstvertrauen, Selbstwert, Selbstsicherheit, Stressbelastungen, Suizidalität, Tinnitus, Ticstörungen, Trauma, Trichotillomanie (Haareausreißen), sexuelles Versagen, Wunschgewicht, Zahnarztphobie, …

Dass  der Mensch somatische oder seelische Probleme hat ist ganz natürlich. Die ersten 3-4 Jahre im Leben eines Menschen prägen ihn für sein Leben lang. So wie die Bezugspersonen auf den Säugling reagieren und agieren, so entsteht entweder eine sichere oder unsichere Bindung (s. J. Bowlby). Z. B. schon nach ca. 14 tägiger Trennung eines Säuglings von seiner Mutter, entwickelt dieser depressive Symptome. Mit anderen Worten, jedes Symptom, so weit es kein körperlicher oder genetisch bedingter Defekt ist, hat seine Ursache – es gilt die Ursache zu finden. Erst dann können die Symptome sich auflösen. Die Seele drückt sich durch den Körper aus. Wenn Migräne, Asthma oder ADHS “normal” wäre, dann hätte es jeder Mensch.

Probleme können aus Bindungsstörungen zu den Eltern oder traumatischen Erlebnissen (Missbrauch, Gewalt, auch psychische Gewalt, …) resultieren. Wenn jemand Traumata erlebt hat, können diese durch eine “Triggerfunktion” wieder ausbrechen, wenn bestimmte Situationen oder verbale Äußerungen, die dem Trauma ähneln, erlebt werden (PTBS – Posttraumatische Belastungsstörung). Dann erfolgt sozusagen eine Retraumatisierung, die sich durch plötzliche Panikattacken, Ängste, Depressionen oder körperliche Symptome äußern können. Diese Traumata können auch schon im Säuglingsalter erlebt worden sein und entziehen sich der verbalen Rekapitulation, da die Sprachentwicklung noch nicht entwickelt war. Zu den Traumata gehören Existenztraumata (Todesangst, Vergewaltigung, lebensbedrohliche Erfahrungen,….), Verlusttraumata (Kriegserlebnisse, Tod von nahe stehenden Personen, gerade auch im Kindesalter, …), Bindungstraumata und Bindungssystemtraumata (Ruppert). Da wir ein Volk sind, das im letzten Weltkrieg viel erleiden musste und viele Menschen traumatisiert wurden, bleibt es nicht aus, durch die unbewusste Übertragung von Traumata meistens von der Mutter auf die Kinder, dass über Generationen hinweg diese traumatischen, seelischen Anteile weiter gegeben wurden. Und so kann es passieren, dass einer in der Generationsfolge Symptome eines Vorgängers übernimmt oder innerseelische Abspaltungen durch übernommene Traumata erzeugt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*